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Windows 10 Spring Creators Update - alle Infos & Details

Nach dem Creators Update im Frühjahr 2017 und dem Fall Creators Update im Herbst 2017 wird das kommende große Update für Windows 10 den Namen "Spring Creators Update" tragen. Das neue Windows-10-Update wird ab Anfang April 2018 verfügbar sein. Gerüchten zufolge startet die Verbreitung ab dem 10. April. Die I SO-Dateien für Windows 10 Spring Creators Update (Windows 10 Version 1803 Build 17133.1) sind bereits verfügbar und können für eine Neuinstallation oder eine Aktualisierung verwendet werden.

Es gibt  einen neuen Setup-Bildschirm für die Privatsphäre-Einstellungen. Die Anwender sollen damit leichter die für sie richtigen Einstellungen treffen können. Außerdem gibt es zwei neue Einstellmöglichkeiten für „Inking & Typing“ und „Find my device“, wie es im englischen Original .

Die neue Zeitleisten-Funktion für Windows 10 wird direkt in Task View (also der Taskansicht, Windows-Taste + Tab) integriert und soll es den Nutzern ermöglichen, jederzeit zu einem beliebigen Punkt in der Vergangenheit zurückspringen, um dann dort auf den seinerzeit gültigen Zustand von Dateien, Anwendungen oder Websites zuzugreifen. Mit der Funktion lässt sich auch exakt nachverfolgen, welche sogenannten "Aktivitäten" am PC an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt getätigt wurden. Das umfasst etwa Änderungen in Word-Dokumenten oder besuchte Websites. Aktivitäten können Webseiten, Dokumente, Artikel, Playlists oder Aufgaben enthalten. Über eine Suchfunktion kann gezielt nach Aktivitäten gesucht werden. So kann der Anwender nicht nur herausfinden, wann er eine bestimmte Website mit Informationen geöffnet hat, sondern auch, was er dann mit diesen Informationen in anderen Applikationen gemacht hat.

Microsoft bietet Entwicklern die Möglichkeit an, ihre Anwendungen für die Berücksichtigung bei den "Aktivitäten" anzupassen. Alle dafür benötigten Informationen finden sich auf dieser Seite. Ebenfalls für Entwickler spannend: Windows 10 bietet jetzt auf der Kommandozeile/Eingabeaufforderung/CMD die Unix-Tools tar und curl.

Mit der Einführung der Aktivitäten wird auch ein neuer Eintrag in den Einstellungen für die Aktivitäten-Historie hinzugefügt. Hier können Anwender einsehen, mit welchem Windows-Konto die lokal gespeicherten Aktivitäten verbunden werden und bei Bedarf die Historie gelöscht werden. Cortana erhält übrigens ebenfalls ein Aktivitäten-Update und schlägt Nutzern beispielsweise am PC die Fortführung einer Tätigkeit vor, die zuletzt an einem anderen Gerät mit Cortana-Unterstützung durchgeführt wurde.

Neuer Ultimate-Performance-Modus… nur für Windows 10 Pro for Workstations

Im August 2017 hatte Microsoft die Windows-10-Variante Windows 10 Pro for Workstations offiziell vorgestellt. Windows 10 Pro for Workstations richtet sich an Rechner mit besonders leistungsfähiger Hardware und Workstations. Letztendlich auch für Systeme, bei denen es auf hohe Performance ankommt. In Windows 10 wird unter “Energieoptionen” (erreichbar nach Eingabe von Powercfg.cpl) der neue Energiesparplan “Ultimate Performance” eingeführt, der nur unter Windows 10 Pro for Workstations verfügbar ist. In diesem Modus werden alle Einstellungen so gewählt, dass das System eine möglichst hohe Performance bieten kann.

Die Game Bar (Windows-Taste + G)  erhält ein neue Oberfläche, durch die die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten nun noch schneller erkenn- und aktivierbar sind. Außerdem steht ein dunkles oder helles Theme für die Game Bar zur Auswahl. Auch die Uhrzeit wird nun in der Game Bar angezeigt.

Verbesserungen in Edge

In der aktuellen Version unterstützt Edge nun auch neue Webstandards für mehr Interaktion: So können Webseiten Push-Benachrichtigungen an das Info-Center von Windows 10 senden und Daten im Hintergrund aktualisieren, selbst wenn der Browser geschlossen ist. Passend dazu nutzen Sie Edge auch auf iPhone und iPad sowie auf Android-Geräten. Dank der Hintergrundaktualisierung können Sie etwa vom Windows-Computer zum iPad wechseln und ohne Unterbrechung wie gewohnt weitersurfen.

Ferner bietet der Microsoft-Browser einen praktischen Schalter, um das automatische Abspielen von Videos auf Webseiten zu unterbinden. Und ähnlich wie Google Chrome und Firefox kann Edge in Formularen nun auch Adressfelder automatisch ausfüllen. Einmal gespeicherte Adressen werden auch für anderen Windows-10-Geräte übernommen.

Beim Browser Edge verbessern die Entwickler den Vollbildmodus (F11). Wird dieser aktiviert, ist nur noch die aktuell im Browser geöffnete Website im Vollbildschirm zu sehen. Neu ist: Bewegt man die Maus in den oberen Bildschirmbereich, dann werden die Adresszeile und Favoriten angezeigt. Man muss also nicht mehr den Vollbildmodus verlassen, wenn man die Website wechseln möchte.

Die Drucken-Funktion von Edge entfernt beim Ausdrucken alle Werbeelemente und andere störenden Inhalte. Es wird nur noch der "echte" Inhalte der Website ausgedruckt.

Im Browser Edge wird die Oberfläche aufgepeppt und kann nun in den Hubs mehr Inhalte als bisher darstellen. Verbessert wird die Autoausfüllen-Funktion und die Funktion zum Lesen von elektronischen Büchern und Dokumenten im Epub- oder PDF-Format. Die Änderungen gelten auch für den Lesemodus von Edge. Beim Lesen von Büchern gibt es nun ein neues Pop-Up-Menü für Notizen und Lesezeichen. Mit Strg + G kann schnell zur gewünschten Seite gesprungen werden. Ganz neu hinzu kommt nun eine Vollbildschirm-Ansicht für den Lesemodus.

Dem Privat-Modus von Edge spendiert Microsoft die Möglichkeit, Passwörter auf Websites automatisch auszufüllen oder Browser-Erweiterungen zu verwenden. Es gilt aber auch weiterhin: Neu eingegebene Passwörter und andere Nutzerdaten werden in diesem Browser-Modus nicht gespeichert.

Im Browser Edge wurde auch das Oberflächen-Design aktualisiert und das dunkle Theme wirkt schicker. Vereinfacht wurde auch das Anlegen von Lesezeichen für Epub- und PDF-Bücher bzw. -Dokumente.

Grafik-Verbesserungen: HDR und Multi-GPU-Systeme

Mit dem HEIF-Format (High Efficiency Image File) und der neuen Foto-App zieht Microsoft mit Apple gleich – das Grafikformat wird bereits von iOS 11 und Mac-OS High Sierra unterstützt. Auch Google hat angekündigt, das Format in der kommenden Version Android P nativ zu unterstützen. Das von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelte Containerformat mit den Dateiendungen HEIC und GEIF soll das betagte JPEG-Format als Quasi-Standard ablösen und bei Einzelbildern dank besserer Kompression bei gleichwertiger Bildqualität 50 bis 60 Prozent weniger Speicherplatz beanspruchen. Dank moderner Codecs wie HEVC (High Efficiency Video Coding, H.265) unterstützt HEIF auch die Codierung von Bildsequenzen und -sammlungen, Live-Bildern und HDR für mehr Kontrast. Außerdem gibt es mit HEIF neue Fotoeffekte, beispielsweise eine Langzeitbelichtung. Erstmals verfügbar war die neue Funktion Mitte März im Insider-Build 17123; allerdings waren dabei für die Codecs „HEIF and HEVC Media Extensions“ 99 Cent zu zahlen. Damit gerät die an sich gute Idee schnell wieder ins Abseits.

Mit dem Spring Creators Update hat Microsoft auch die bereits vorhandene HDR-Unterstützung weiter ausgebaut. Vorausgesetzt, Sie besitzen einen HDR-fähigen Monitor, können Sie Bilder mit hohem Dynamikumfang gezielt anpassen. Über „Einstellungen –› Apps –› Videowiedergabe –› HDR Video streamen“ schalten Sie die automatische Kalibrierung für das Abspielen von HDR-Videos ein. Anschließend können Sie gezielt Anpassungen über die richtige Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen vornehmen.

In Gaming- und High-End-PCs sind oft Multi-GPU -Systeme verbaut, hier werden zwei oder mehr Grafikchips zur Leistungssteigerung zusammengeschaltet. Die entsprechende Technik von AMD nennt sich Crossfire, bei Nvidia heißt sie SLI (Scalable Link Interface). Im Windows-Build 1803 gibt es in den „Grafikeinstellungen“ unter „System –› Anzeigen“ das neue Untermenü für Multi- GPU-Systeme. So lässt sich auswählen, welcher Grafikprozessor beim Start einer App genutzt werden soll. Interessant sind die neuen Multi-GPU-Einstellungen vor allem auf Notebooks. Bei den „Standardeinstellung des Systems“ übernimmt Windows die Entscheidung selbst, darüber hinaus stehen noch „Energiesparmodus“ und „Hohe Leistung“ zur Auswahl. Im Energiesparmodus nutzt die App den Grafikprozessor, der möglichst wenig Energie verbraucht.

Mit Windows 10 Redstone 4 (Frühjahrs-Update 2018) wird die Möglichkeit eingeführt, die in Windows 10 gesammelten Diagnosedaten des lokalen Geräts mit nur einem Klick zu löschen. Der entsprechende Button findet sich unter "Einstellungen -> Datenschutz -> Feedback und Diagnose".

Die weiteren Neuerungen und Verbesserungen

Windows 10 bietet die Möglichkeit, ein Pairing von Bluetooth-Geräten mit nur einem Klick durchzuführen. Sobald ein Bluetooth-Gerät sich innerhalb der Reichweite eines Windows-10-Geräts befindet und verbunden werden kann, erscheint eine Benachrichtigung und hier muss nur noch auf "Connect" geklickt werden. Das Bluetooth-Gerät selbst muss aber diese vereinfachte Pairing-Möglichkeit anbieten. Zu den ersten Mäusen, die diese Fähigkeit besitzen, gehört Microsofts Surface Precision Mouse. Weitere Geräte sollen folgen. Hardware-Hersteller finden hier die Dokumentation für die Neuerung.  

Windows 10 mit neuem Datenschutz-Tool

Nur auf den ersten Blick neu ist der Menüeintrag „Diagnose und Feedback“ in der Einstellungen-App im Bereich „Datenschutz“, bisher hieß er „Feedback und Diagnose“. Dafür fallen die Erklärungen nun umfangreicher aus. Tatsächlich neu ist die Option „Diagnosedatenanzeige“: Mit dem Windows Diagnosedaten-Viewer („Diagnostic Data Viewer“ - hier unser ausführlicher Bericht ) wollen die Windows-Entwickler die vom System gesammelten Telemetriedaten und ihre Verwendung transparent machen und den Nutzern eine bessere Kontrolle über diese Daten ermöglichen. Die Funktion lässt sich in der Einstellungen-App unter „Datenschutz –› Diagnose und Feedback“ unter „Diagnosedatenanzeige“ aktivieren. Tippen Sie auf „Diagnosedaten- Viewer“, um die entsprechende App aus dem Microsoft Store zu laden.

Der Diagnosedaten-Viewer erlaubt einen Einblick in die Diagnosedaten von Windows-Geräten und bietet dazu die Option, in diesen Daten zu suchen und damit zu arbeiten. Die im Menü des Viewers dargestellten Diagnosedaten umfassen allgemeine Daten wie die Version des Betriebssystems, die Geräte-ID, die Geräteklasse oder die Auswahl der Diagnosestufe. Dazu kommen Konfiguration und Eigenschaften für Peripheriegeräte und Netzwerkverbindungen, Produkt- und Servicedaten zu Gerätestatus, Leistung und Zuverlässigkeit sowie zu den geöffneten Audio- und Videodateien. So können Sie nachvollziehen, wann Windows welche Daten erhoben und an Microsoft gesendet hat. Die Darstellung lässt sich zwischen Basisdaten und erweiterte Daten umstellen. Ebenso legen Sie in den Einstellungen zur Übermittlung fest, ob weniger oder die vollständigen Daten übermittelt werden sollen. Komplett abschalten lässt sich die Erfassung und Übermittlung der Daten jedoch auch weiterhin nicht.

Noch mehr Datenschutz in Windows 10

Microsoft hat schon 2017 ordentlich an den Datenschutzeinstellungen gearbeitet, doch auch das neueste Update wartet mit wichtigen Änderungen auf. In den „Einstellungen“ unter „Update und Sicherheit“ existiert nun der Menüeintrag „Mein Gerät suchen“. Ist die Option aktiviert, können Sie über die Webseite http://account.microsoft.com/devices nach dem Anmelden mit Ihren Microsoft-Kontodaten die registrierten Geräte einsehen und in einer Karte anzeigen. Neu ist, dass Sie im Windows 10 Spring Creators Update in den Datenschutzeinstellungen die Option „Mein Gerät suchen“ direkt ausschalten können.

Neu sind zudem die Einstellungen für den Zugriff auf Dokumente, Bilder und Videos. Sind mehrere Benutzerkonten auf einem Windows-10-PC vorhanden, legen alle Nutzer die Zugriffsrechte individuell fest. Der Administrator aber kann den Zugriff auf die einzelnen Datenschutzeinstellungen für Anwender mit eingeschränkten Rechten sperren. Alternativ zur Komplettsperre lässt sich der Zugriff gezielt für einzelne Programme regeln.

Windows 10 Sets dürfen getestet werden

Einigen Windows Insidern bietet Microsoft auch die Möglichkeit an, die neue Oberfläche Windows 10 Sets auszuprobieren. Das neue Konzept für die Windows Oberfläche war erst kürzlich vorgestellt worden. Mit Sets erhalten Fenster von Anwendungen in Windows 10 nun Tabs. Alle zu einem Projekt oder zu einer aktuellen Tätigkeit gehörenden Anwendungen, Informationen, Websites etc. werden in einem Fenster und den dazugehörigen Tabs angezeigt.

Noch ist der finale Name für die neue Funktion nicht festgelegt worden und "Sets" ist nur ein Arbeitstitel. Außerdem wird die neue Funktion wahrscheinlich nicht mit Redstone 4, also dem Frühlings-Update 2018, an alle Windows-10-Nutzer ausgeliefert. In einem ersten Schritt möchten die Entwickler in Form einer Studie das Feedback der Windows Insider sammeln, um die Funktion zu verbessern. Das ist auch der Grund, warum Windows 10 Sets noch nicht an alle Windows Insider ausgeliefert wird, sondern nur an einen Teil aller Tester.

Viele, viele weitere Neuerungen und Verbesserungen

Die Oberfläche des Cortana-Notizbuchs wird generalüberholt und bietet jetzt neben einer neuen Optik auch einen schnelleren Weg zu den verschiedenen Funktionen. Vorerst nur in der englischsprachigen Windows-10-Version kann Cortana nun auch die Musikwiedergabe steuern. Der Sprachbefehl "Play Chgristmas music on Spotify" lässt Weihnachtsmusik erklingen.

Mit dem bereits Anfang letzten Jahres eingeführten Fluent Design System (Codename „Project Neon“) setzt Microsoft immer mehr auf eine neue Designsprache mit frischen optischen Elementen wie Transparenz- und Animationseffekten. Das wirkt deutlich freundlicher und moderner. So soll der Beleuchtungseffekt Reveal die Aufmerksamkeit des Nutzers auf aktive Elemente lenken, etwa wenn Sie die Maus über eine Schaltfläche führen.

Im Startmenü hebt Reveal Einträge beim Darüberfahren mit der Maus („Mouse Over“) farblich hervor. Im Explorer lässt sich nun einfacher der Status der Onedrive-Ordner überwachen. In der Kontakte-Übersicht (unten rechts neben der Taskleiste) können die Einträge nun per Drag & Drop umsortiert werden. Hinzu kommt die Möglichkeit festzulegen, wie viele Kontakte dort angezeigt werden sollen. Da Windows 10 mit den Fluent-Design-Effekten etwas mehr Strom verbraucht, werden diese bei Akkubetrieb automatisch deaktiviert.

Autostarts verwalten: Viele Programme tragen sich ungefragt in den Autostart von Windows ein. Im Spring Creators Update gibt es nun in den „Einstellungen“ unter „Apps“ die neue Funktion „Autostart“, wo Sie den Autostart jedes Programms einzeln deaktivieren und aktivieren können.

Neue Teilen-Funktion: Dateien und Webseiten-URLs lassen sich via „In der Nähe freigeben“ über eine drahtlose Verbindung beziehungsweise per Bluetooth an PCs in Reichweite schicken. Nach Aktivierung unter „Einstellungen –› System –› Gemeinsame Nutzung“ und Aktivieren des Schalters „Ein“ klicken Sie auf das „Teilen“-Symbol. Sobald der Empfänger die Anfrage akzeptiert, wird eine zuvor ausgewählte Datei übertragen. Eine Internetverbindung ist für den Austausch nicht erforderlich.

Snipping Tool Update

Das sehr beliebte Screenshot-Tool Snipping Tool erhält ein 3D-Update. Über einen neuen Button lassen sich die Aufnahmen direkt in Paint 3D öffnen und bearbeiten. Die Optik des Einstellungen-Menüs wurde auf "Fluent" getrimmt und neu gestaltet. Für Nutzer, die ihren PC nur lokal mit einem Passwort schützen, gibt es nun die Möglichkeit, die Sicherheitsfrage zu ändern. Diese erscheint immer dann, wenn der Nutzer sein Passwort vergessen hat und trotzdem das System freischalten möchte.

Bei den Bildschirm-Infos verschwindet die seit Windows 7 eingeführte mysteriöse "59 Hz"-Anzeige bei der Angabe der Wiederholungsrate. Sie erschien bisher trotz der Nutzung eines 60-Hz-Monitors. Das liegt daran, dass viele Monitore nur 59,94 Hz an Windows melden und nicht die korrekten 60 Hz.

Edge-Verbesserungen und weitere Neuerungen

Die Windows Insider dürfen sich seit dem, 22. November auf einen neuen Redstone-4-Build von Windows 10 stürzen. Dieser trägt die Build-Nummer 17046 und bringt vor allem kleinere, aber dennoch feine Verbesserungen. So wird etwa dem Browser Edge die Möglichkeit gegeben, automatisch Formularfelder mit den vom Nutzer zuvor festgelegten Informationen auszufüllen. Praktisch: Dabei werden alle gespeicherten Informationen über alle Windows-10-Geräte hinweg synchronisiert. Der Lese-Ansicht in Edge wird außerdem die Möglichkeit hinzugefügt, den Zeilenabstand zu verändern, ähnlich wie man es von Ebook-Leseapplikationen her kennt.

Bei UWP-Apps machen es die Entwickler den Nutzern einfacher, an die erweiterten Einstellungen der betreffenden App zu gelangen. Bisher war dafür ein kleiner Klick- und Tipp-Marathon notwendig: Windows-10-Einstellungen aufrufen, in den Apps-Bereich wechseln, Apps & Features auswählen, die betreffende App suchen und finden und dann schließlich auf "Erweiterte Optionen" klicken. Ab Build 17046 reicht nun ein Rechtsklick auf die App-Kachel und unter "Mehr" taucht der Eintrag "Einstellungen" auf. Vorausgesetzt natürlich, die App bietet erweiterte Einstellungen.

Der virtuellen Tastatur in Windows 10 spendieren die Entwickler auch eine Verbesserung. Bei Eingabe von Begriffen wie "Einhorn" oder "Herz" werden als Vervollständigungsvorschläge auch passende Emojis eingeblendet. Das erleichtert das Versenden der Emojis und erspart den Umweg über die Emoji-Ansicht. Wer viele Emojis am Stück in einer Nachricht eingeben will, kann den neuen Emoji-Panel aufrufen und dort die gewünschten Symbole nacheinander anklicken.

Dem Blog-Eintrag zu Build 17046 der Entwickler zufolge, werden auch diverse Bugs und andere Unanehmlichkeiten behoben.

Cortana 2.0 wird in Windows 10 Redstone 4 getestet

Microsoft hat auch bereits damit begonnen, die neue Cortana-Oberfläche zu testen, die mit Windows 10 Redstone 4 im Frühjahr 2018 an die Nutzer ausgeliefert werden soll. Die neue Oberfläche soll den Umgang mit Cortana und die von der Sprachassistentin gelieferten Informationen vereinfachen. Über den hier beschriebenen Registry-Trick kann die neue Oberfläche bereits in den aktuellen Redstone-4-Builds aktiviert werden. Das folgende Video des italienischen Blogs Aggiornamenti Lumia zeigt, wie die neue Cortana-Oberfläche aussehen wird.


Windows 10: Gratis-Lizenz futsch nach Hardware-Tausch

Besitzer von Windows 7 und Windows 8 hatten bis zum 29. Juli 2016 die Möglichkeit, ihre Lizenz gratis auf Windows 10 upzugraden. Einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul, aber: Wie sieht es eigentlich mit der Gültigkeit dieser "Gratis-Lizenz" genau aus, wenn Hardware-Änderungen am PC durchgeführt werden? Sind solche Änderungen überhaupt erlaubt? Wir haben bei Microsoft nachgehakt. Und das Ganze ist doch etwas komplizierter, als wir zunächst vermuteten.

Wichtig: Es geht hier nur um Anwender, die im Rahmen des Gratis-Upgrade-Angebots innerhalb des ersten Jahres nach dem Windows-10-Start (also bis zum 29. Juli 2016) die Möglichkeit zum kostenlosen Wechsel auf Windows 10 genutzt haben.

Die Grundregeln sind eigentlich ganz einfach. Wer von Windows 7 oder Windows 8 zu Windows 10 gewechselt ist, der hat eine dauerhaft gültige Lizenz für das neue Betriebssystem erhalten. Allerdings gilt diese ausschließlich für den betreffenden Rechner und über dessen "Lebensdauer" hinweg, wie es Microsoft im Vorfeld immer ausgedrückt hat. Die alte Windows-7/8-Lizenz verfällt nicht, sollte aber nicht zeitgleich auf dem gleichen Rechner verwendet werden.

Bei der ersten Installation von Windows 10 wird dazu ein digitaler Fingerabdruck des Rechners erstellt, für den die Aktivierung erfolgt. Sollte später eine Neuinstallation von Windows 10 auf dem gleichen Rechner notwendig werden, dann muss während der Installation kein Produktschlüssel von Windows 10 eingegeben werden. Die Aktivierung von Windows 10 auf dem Rechner erfolgt nach Abschluss der Installation über den besagten digitalen Fingerabdruck.

Verfällt die "Gratis-Lizenz" für Windows 10 nach Hardware-Tausch?

Kompliziert wird es aber, wenn nun Änderungen an der Hardware des Rechners vorgenommen werden müssen, für den der Nutzer eine "Gratis-Lizenz" für Windows 10 erhalten hat. Denn dadurch ändert sich unter Umständen der digitale Fingerabdruck, weil dieser auch Informationen über die Hardware des Rechners enthält.

So erreichte uns kürzlich etwa der Hinweis eines Lesers, dass er die Festplatte nach einem Defekt austauschen musste und nach einer Windows-10-Neuinstallation die Reaktivierung von Windows 10 nicht möglich war. Mehrere Versuche beim Microsoft-Support eine Reaktivierung zu erreichen, schlugen fehl. Dem Leser wurde jedes Mal seitens des Microsoft-Support mitgeteilt, dass er nun eine Windows-10-Lizenz erwerben müsse.

Als Grund wurde dem Leser jedes Mal durch den Microsoft-Support mitgeteilt, dass nach dem Wechsel der Festplatte mit anschließender sauberer Installation von Windows 10 eine neue Hardware-ID vergeben werde, die sich von der bereits hinterlegten Hardware-ID unterscheide. Eine Reaktivierung sei daher nicht möglich und der Leser müsse eine neue Lizenz für Windows 10 erwerben.

Festplatte getauscht, Windows-10-Lizenz weg? Das kann doch nicht sein, oder?

Wir haben bei Microsoft Deutschland nachgehakt, in welchen Fällen des Hardware-Tausches eine Reaktivierung von Windows 10 möglich ist. Dazu erhielten wir folgendes Statement von Microsoft:

Bei Lizenzproblemen bei defekten Hardware-Komponenten wenden sich Kunden an den Microsoft Support, der am besten individuelle Fragestellungen unterstützen kann. Wenn größere Hardware-Komponenten ausgetauscht werden, kann (muss nicht) das System nach einem Key fragen. Beim Upgrade auf Windows 10 behalten Windows 7 oder 8.1 Nutzer ihre vorhandene Lizenz.

Wir haben dann nochmal konkreter nachgefragt und uns dabei gezielter auf den Fall des Lesers bezogen. Also: Ob der Nutzer die "Gratis-Lizenz" für Windows 10 behält, wenn er in seinem Rechner die Festplatte tauschen muss, auf der er ursprünglich Windows 10 installiert hat. Dazu erreichte uns von Microsoft Deutschland dann folgende Stellungnahme:

Kunden mit defekter Hardware mit Windows 10 erhalten die beste Hilfe über den Microsoft Support, da jeder Einzelfall individuell geprüft werden muss.

Daraufhin stellten wir dann die folgenden Fragen: Was ist bei Hardware-Upgrades für Besitzer einer Windows 10 "Gratis-Lizenz" problemlos erlaubt oder nicht erlaubt? Darf RAM hinzugefügt werden? Die Grafikkarte ersetzt werden?

Diese Fragen wollte Microsoft Deutschland nicht beantworten.

Wir gaben nicht auf und stellten zwei neue Fragen, um Klarheit zu schaffen:

Frage 1)  Was ist, wenn jemand eine Vollversion (also Retail) von Windows 7 oder Windows 8 besitzt. Wurde diese Lizenz per Gratis-Update in eine vollwertige Windows 10 Retail-Lizenz umgewandelt? Oder gelten da andere Regeln, als für die Anwender, die im Handel nun eine vollwertige Windows-10-Version erwerben?

Frage 2)  Gleiche Frage nochmal für Besitzer einer Windows 7 oder Windows 8 OEM-Version. Wurde diese Lizenz durch das Gratis-Upgrade zu einer vollwertigen Windows 10 OEM-Version? So als würde ich einen neuen Rechner inklusive Windows 10 darauf kaufen?

Die offizielle Antwort von Microsoft zu beiden Fragen:

Die generelle Aussage ist, dass die Windows Lizenzrechte der unterliegenden Lizenz nach dem kostenlosen Upgrade intakt bleiben.

Also was nun: Ist ein Hardware-Tausch nun erlaubt oder nicht?

Ja!

Wir verstehen die letzte Antwort von Microsoft so, dass nach dem Gratis-Upgrade auf Windows 10 die gleichen Lizenzrechte bestehen, die der Nutzer bereits für seine Windows 7 bzw. Windows 8 Version besaß. Eine OEM-Version ist also gekoppelt an den Rechner und eine Retail-Version darf auch auf unteschiedlichen Rechnern eingesetzt werden.

Hardware-Änderungen sind sowohl bei einer OEM-Version als auch Retail-Version erlaubt. Man kann also problemlos die Festplatte wechseln, eine neue Grafikkarte einbauen, Speicher aufrüsten.

Weitergehende Änderungen, wie ein Mainboard-Tausch, sind aber durchaus problematisch bei einer OEM-Version. Außerdem darf natürlich eine OEM-Version nicht auf einen anderen Rechner übertragen werden. Bei einer Retail-Version von Windows ist dies aber problemlos möglich. Hier können sich PC-Bastler also wie gewohnt austoben. Die einzige Einschränkung, die für eine Retail-Version gilt, ist: Sie darf natürlich nur auf einem Rechner genutzt werden und darf nicht parallel auf mehreren Rechnern installiert werden.

Fazit: Hardware-Tausch ist Ihr gutes Recht

Sollten Sie also per Gratis-Upgrade durch den Wechsel von Windows 7/8 an Windows 10 gelangt sein und Windows 10 verweigert nach einem Hardware-Tausch die Reaktivierung, dann sollten Sie sich an den Microsoft-Support wenden. Sollte dieser ebenfalls die Reaktivierung verweigern, dann können Sie auf diesen Artikel und die hier enthaltenen Aussagen von Microsoft verweisen.

Manchmal lohnt es sich übrigens auch mehrmals den Microsoft-Support zu kontaktieren. Ein anderer Mitarbeiter am Telefon hat vielleicht eine für Sie bessere Lösung parat und zeigt sich kulanter. Generell gilt natürlich immer: Bleiben Sie freundlich und höflich, an der anderen Seite der Leitung sitzt ein Mensch, der Ihnen helfen und Sie nicht ärgern will und sich bei seiner Arbeit an die Regeln hält, die ihm sein Arbeitgeber vorgibt.

Windows 10 für um die 25 Euro statt 279 Euro erhältlich

Bleibt noch festzuhalten: Microsoft bot unserem Leser, der Probleme mit der Reaktivierung von Windows 10 nach dem Austausch der Festplatte hatte, an, den Fall noch einmal genauer durch den Microsoft-Support überprüfen zu lassen.

Das Angebot will der Leser auch annehmen. Um seinen Rechner zwischenzeitlich nutzen zu können, hat der Leser aber auch eine Windows 10 Lizenz für unter 20 Euro erworben, wie sie aktuell beispielsweise bei Rakuten.de oder bei anderen Händlern erhältlich sind.

Das ist immerhin deutlich billiger als die offiziellen Preisen für Windows 10. Der liebt bei der Home-Version immerhin bei 135 Euro und bei Windows 10 Pro gar bei 279 Euro.

Eventuell klappt auch weiterhin der "Trick" mit dem Griff zum Windows 10 Gratis-Upgrade, welches weiterhin kostenlos für Nutzer von Windows mit Hilfstechnologien verfügbar ist. Microsoft bietet dieses Angebot speziell für Menschen mit körperlicher Einschränkung an. Moralisch stellt sich dann aber letztendlich die Frage, ob man nicht lieber um die 25 Euro für Windows 10 ausgibt, als auf dieses Angebot zurückzugreifen.


Windows 10 FCU: Diese Win-10-Funktionen fallen weg

Microsoft wird mit dem Fall Creators Update eine Reihe von Funktionen in Windows 10 entfernen. Ein Überblick.

Die Veröffentlichung des zweiten großen Updates für Windows 10 im Jahr 2017 naht: Voraussichtlich im September wird Windows 10 Fall Creators Update (Codename: Redstone 3) erscheinen. Die neue Windows-10-Version bringt nicht nur viele Neuerungen mit. In einem Support-Beitrag listet Microsoft nun auch alle Funktionen auf, die mit Windows 10 Fall Creators Update gänzlich gestrichen werden oder zumindest nicht mehr aktiv weiterentwickelt und daher in künftigen Versionen entfernt werden könnten.

Bereits mit Windows 10 Fall Creators Update wird unter anderem die 3D Builder App aus Windows 10 entfernt. Die Nutzer werden aufgefordert, stattdessen Print 3D oder Paint 3D zu verwenden. Die 3D-Builder-App wird künftig nicht mehr standardmäßig mit Windows 10 mitinstalliert und ist ausschließlich über den Windows Store erhältlich. Mit der 3D Builder App können 3D-Modelle angezeigt, erfasst und ausgedruckt werden.

Ebenfalls entfernt werden folgende Funktionen und Apps:

Und hier Funktionen bzw. Komponenten, die nicht mehr weiterentwickelt werden und mit künftigen Windows-10-Versionen entfernt werden sollen: