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Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen im Überblick

Microsoft hatte im Mai angekündigt, dass auf das Windows 10 Creators Update im Frühjahr das Windows 10 Fall Creators Update im Herbst 2017 (voraussichtlich im September) für die mittlerweile weit über 500 Millionen Nutzer weltweit folgen wird. Besonders originell ist der Name des unter dem Codenamen Redstone 3 entwickelten Updates sicherlich nicht, aber dafür hat es doch viele interessante Neuerungen zu bieten. Letztendlich handelt es sich also quasi um Teil 2 des Creators Updates. So werden auch einige sinnvolle Funktionen nachgereicht, die noch beim ersten Teil - wohl aus Zeit-, vielleicht aber auch aus Qualitätsgründen - entfernt worden waren.

Viele Neuerungen - es werden aber auch Funktionen entfernt

Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht: Mit Windows 10 Fall Creators Update (Windows 10 FCU) werden auch einige Funktionen aus Windows 10 entfernt oder nicht mehr weiter entwickelt. Konkret trifft dies beispielsweise den Windows-Klassiker Paint, der fortan nicht mehr standardmäßig mit Windows 10 ausgeliefert wird, sondern nur noch über Windows Store erhältlich sein wird. Paint macht damit Platz für Paint3D. Auch die Erstellung von ReFS-Laufwerken wird ab Windows 10 FCU nicht mehr in den Konsumenten-Versionen von Windows 10 möglich sein.

Microsoft Fluent Design System: Oberfläche erhält neues Design

Mit Microsoft Fluent Design System spendiert Microsoft der Windows-10-Oberfläche eine neue Designsprache, die auch stärker berücksichtigen soll, dass Windows 10 auf den unterschiedlichsten Gerätetypen im Einsatz ist und bedient werden will. "Entwicklern ermöglicht das durchgängige Design, zukünftig noch effizientere Anwendungen zu programmieren", verspricht Microsoft. Wer nun eine Revolution im Design der Windows-Oberfläche erwartet, der dürfte enttäuscht werden. Vielmehr handelt es sich um die - auch dringende benötigte - Modernisierung.

Die wichtigsten Grundprinzipien des Fluent Design System (Codename: Neon) sind "light", "depth", "motion", "materials" und "scale". Die Designsprache ist so konzipiert, dass Entwickler Oberflächen für ihre Anwendungen anbieten können, die optimal für den Einsatz auf dem betreffenden Gerät geeignet sind. Eben weil es ein Unterschied ist, ob eine App auf einem Desktop-Rechner, auf einem Smartphone und/oder in einer VR-Umgebung verwendet wird.

Zu den ersten Apps, die die neue Design-Sprache bereits verwenden und die öffentlich getestet werden, gehört die neue Windows-10-Standard-App Windows Story Remix, die auch seit Windows 10 Insider Preview Build 16193 mitgeliefert wird. Mehr zu Windows Story Remix lesen Sie weiter unten.

Wie die Animationen von Elementen künftig aussehen, zeigt folgendes Video. Direkt danach folgt ein Video, in dem weitere Eigenschaften der neuen Designsprache zu sehen sind:

Neuer GPU-Eintrag in Taskmanager

Dem Task Manager wird der neue Bereich „GPU“ spendiert, der Infos zur Leistung der physischen GPUs anzeigt. Dabei wird der GPU-Name für jede GPU angezeigt und die  Performance-Grafiken zeigen die Leistung der GPU in den Bereichen „3D“, „Copy“, „Video Decode“ und „Video Processing“ an. Direkt darunter werden einige weitere GPU-Infos angezeigt und es wird auch eingeblendet, welche höchste Version von DirectX die GPU unterstützt.

Die Nutzer können im Taskmanager außerdem genau erkennen, wie viel Speicher und CPU eine in Microsoft Edge geöffnete Website in Anspruch nimmt. Besonders aufgeblähte Websites lassen sich so schneller ermitteln und mit einem Mausklick „abschießen“.

Windows 10 mit Smartphone koppeln

Windows 10 erlaubt es den Nutzern ab Windows 10 Fall Creators Update ihr Smartphone (Android oder iPhone) mit Windows 10 zu koppeln. Dazu befindet sich in den Einstellungen der neue Eintrag "Handy". Microsoft will die dadurch möglichen neuen Funktionen nach und nach ausliefern. Zum Start erhalten die Windows-Nutzer unter anderem die Funktionen, die beim Geräte-übergreifenden Surfen helfen.

Zum Verknüpfen des Windows-10-PCs mit dem Smartphone wird eine SMS an das Gerät gesendet, über die dann die "Microsoft App"-App unter iOS oder Android installiert werden kann. Diese muss dann wiederum mit dem Microsoft-Konto verbunden werden, das man auch unter Windows 10 am Desktop-PC verwendet.

Eine im mobilen Browser geöffnete Website können Sie nun über den "Teilen"-Befehl an den PC schicken. Dabei können Sie entscheiden, ob die Seite sofort im PC-Browser geöffnet werden soll oder erst später. Bei der Auswahl von "sofort" öffnet sich automatisch auf dem PC der Browser mit der gewünschten Seite. Bei der Auswahl von "später" landet die Website im Action Center von Windows 10 und kann dann von dort aus mit einem Klick geöffnet werden. 

Auch eingehende SMS-Nachrichten müssen nicht mehr am Smartphone beantwortet werden, während man an dem Rechner sitzt. Im Action-Center wird der Nutzer über eingehende Kurznachrichten informiert und kann diese dann einfach direkt am PC bequem und via Tastatur beantworten.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um die ersten Funktionen, die durch das Verknüpfen eines Windows-10-PCs mit einem Smartphone möglich sind. Künftig dürfte es auch möglich sein, in der Word-App ein Dokument auf dem Smartphone/Tablet zu bearbeiten und dann später die Arbeit an dem Dokument auf dem PC fortzusetzen.

Bahnschrift in Windows 10

Die neue Schriftart Bahnschrift ist Teil von Windows 10 Fall Creators Update. Es handelt es sich dabei um den ersten OpenType Variable Font, den Microsoft in Windows 10 integriert. Dieser hält sich an dem OpenType Standard 1.8.

Im Gegensatz zu statischen Schriftarten können variable Schriftarten für eine bliebige Anzahl von Schriftart-Stilen verwenden werden. Bisher waren dafür jeweils eigene Schriftarten in Windows notwendig, die auch Platz vergeuden.

Bei Bahnschrift hält sich Microsoft an der DIN-Schrift, die unter anderem auch in Deutschland bei Verkehrszeichen zum Einsatz kommt. Das Bild oben zeigt, dass variable Schriftarten unter anderem mehr Grade zur Fettung anbieten, ohne dafür jedes Mal eine eigene Schriftart benötigen zu müssen.

Windows-Kommandozeile erhält historisches Update

Die Windows-Konsole in Windows 10 erhält das erste Farbupdate in ihrer Geschichte. Die Entwickler hatten der Windows Konsole bereits mit dem Creators Update die Unterstützung für 24-Bit Farbtiefe spendiert. Davor lag das Limit für die maximal in der Konsole darstellbaren Farben bei 256. Mit dem Fall Creators Update erhält nun das Standard-Farb-Schema die erste Aktualisierung in der Geschichte von Windows und damit nach mehr als 20 Jahren.

Die Standard-Farbwerte sind geändert worden, um die Lesbarkeit von dunkleren Farben auf modernen Bildschirmen zu verbessern. Außerdem erhält die Konsole dadurch auch ein moderneres "Look & Feel". "Das ursprüngliche Farbschema war nicht für moderne Displays gebaut worden und wird nicht so gut auf moderneren, kontrastreicheren Display dargestellt", so die Entwickler. Das neue Farbschema der Konsole ist nur nach einer Neuinstallation von Windows 10 aktiv, ansonsten werden die bisherigen Einstellungen nach einem Update übernommen. Wer das neue Farbschema nutzen möchte, muss es dann also manuell aktivieren.

View 3D für Mixed-Reality Inhalte

Mit Paint 3D oder anderen Werkzeugen erstellte Mixed-Reality-Inhalte können in der View 3D App betrachtet werden. Letztendlich handelt es sich um eine Art Foto-App für 3D-Objekte. Entsprechende Modelle sind beispielsweise auch über Remix3D.com erhältlich.

Windows 10 Trueplay - Windows 10 erhält Anti-Cheat-Mechanismus

Mit dem Windows 10 Fall Creators Update führt Microsoft ein Anti-Cheat-System in Windows 10 ein. Microsoft betont immer wieder, wie wichtig der PC als Spieleplattform ist und hatte zuletzt mit dem Creators Update einige Neuerungen, wie etwa den Game Mode, eingeführt. Der PC als Gaming-Plattform leidet in vielen Online-Spielen aber auch unter den vielen Schummlern. Nach Steam und diversen anderen Technologien, könnte ihnen nun auch Microsoft direkt auf Betriebssystem-Ebene den Kampf ansagen.

Denn unter Windows 10 befindet sich nach dem Fall Creators Update in den Einstellungen unter "Spiele" die neue Funktion "TruePlay". "Mithilfe von TruePlay werden Systeminformationen für Spiele bereitgestellt, um sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß abläuft", heißt es dort. Wahrscheinlich müssen Spiele die Funktion unterstützen und Spieler zur Nutzung von Mulitplayer-Modi dann die Funktion aktivieren. Genauere Details liegen uns aber zu TruePlay noch nicht vor...

Windows per Augen steuern - Eye Control macht es möglich

Mit Eye Control kann Windows 10 mit den Augen gesteuert werden. Die in Windows 10 integrierte neu Eye-Tracking-Unterstützung. soll Nutzern die Bedienung von Windows 10 erleichtern, die an der heimtückischen Nervenerkrankung ALS oder an Querschnittslähmungen leiden und daher keine Maus oder Tastatur verwenden können.

Für die Verwendung von Eye Control muss man im Besitz des Tobii Eye Tracker 4C sein. Die Unterstützung für weitere Eye-Tracking-Hardware wird ab nach und nachhinzugefügt. Nach der Aktivierung können dann die Eingaben mit einem Blick auf die neuen eingeblendeten Bedienelemente durchgeführt werden. Über Eye Control Mouse kann der Mauszeiger über Augenbewegungen gesteuert werden. Eye Control Keyboard erlaubt Tastatureingaben per Augensteuerung.

Onedrive: Platzhalter-Funktion kehrt zurück

Mit dem Herbst-Update kehrt die Platzhalter-Funktion von Onedrive in Windows 10 zurück. Die Funktion hatte Microsoft in Windows 8 eingeführt, dann aber beim Nachfolger gestrichen. Eine Entscheidung, die bei vielen Windows-Nutzern auf Unverständnis stieß. Ab dem Fall Creators Update können wieder auf jedem Windows-10-Gerät alle bei Onedrive abgelegten Dateien eingesehen werden, ohne dafür auf dem lokalen Gerät Speicherplatz belegen zu müssen. Erst wenn eine Datei tatsächlich gebraucht wird, wird sie auch lokal heruntergeladen und kann dann in der entsprechenden Anwendung oder App bearbeitet werden. Anschließend wird die Datei wieder mit allen Änderungen hochgeladen.

Unter Windows 10 wird die neue Funktion ab Herbst unter dem Namen OneDrive Files on Demand verfügbar sein.

Microsoft Edge wird immer besser

Zu den Neuerungen bei Microsoft Edge gehört die Möglichkeit, die Einstellungen und Cookies von Chrome zu importieren. Der "X"-Button bei Tabs sollte nun auch dann funktionieren, wenn der Website-Betreiber versucht, durch Tricks ein Schließen seiner Seite zu verhindern.

Werden Epub-Dokumente oder -Bücher in Edge geöffnet, dann darf nun eine Textpassage markiert und die "Frag Cortana"-Funktion im Kontextmenü ausgewählt werden, um beispielsweise einen Begriff in Cortana nachschlagen zu lassen. Wer einen Rechner mit Stifteingabe verwendet, darf nun auch Textpassagen in Epub-Dokumenten seine Notizen hinzufügen. Bei allen Büchern aus dem Windows Store werden der Lesefortschritt, Lesezeichen und Notizen über alle Windows-10-Geräte hinweg synchronisiert.

Die in Edge gespeicherten Favoriten werden (nun endlich) in einer Baumstruktur angezeigt. Das erleichtert die Verwaltung und das Ablegen neuer Favoriten immens. Außerdem darf nun (ebenfalls endlich!) die URL eines bereits gespeicherten Favoriten geändert werden.

Cortana wird cleverer, verbesserte Handschriften-Erkennung, virtuelles Keyboard

Hinzu kommen auch zahlreiche Verbesserungen für Cortana und bei Nutzung der Handschrift-Erkennung. Die persönliche Assistentin Cortana erhält - aktuell nur in der US-Version - mehr Intelligenz. Sollte der Nutzer Cortana den Zugriff auf seine Fotosammlung erlauben, dann erkennt Cortana Event-Plakate oder Flyer auf den in der Cloud abgelegten Fotos und empfiehlt dem Nutzer entsprechende Termine anzulegen.

Neu hinzu kommt auch Cortana Lasso: Windows-10-Anwender, die den Rechner in Verbindung mit einem Stift nutzen, können Infos auf dem Bildschirm per "Lasso" einfangen, an die sie gerne von Cortana erinnert werden möchten. Cortana analysiert dann die innerhalb des Lassos befindlichen Informationen und macht passende Vorschläge, wie beispielsweise eine Terminerinnerung zu einem bestimmten Zeitpunkt einzurichten.

Der Handschrift-Erfahrung spendieren die Windows-10-Entwickler auch zahlreiche weitere Verbesserungen. Unterm Strich soll dadurch insbesondere das Schreiben von Texten per Stifteingabe deutlich angenehmer werden. Zunächst nur in der englischsprachigen Version wurde hierzu die Erkennung der Handschrift verbessert. Hinzugefügt wird auch die Möglichkeit, während der Handschrifteingabe auch Emojis zu verwenden.

Über die "Find my Pen"-Funktion können die Besitzer eines Eingabestifts auch jederzeit den Standort des Stifts ermitteln. Dabei verwenden die Entwickler einen kleinen Trick, denn schließlich besitzt der Stift ja keinen GPS-Sender. Windows 10 merkt sich einfach den Ort, an dem zuletzt der Stift für die Eingabe an dem Rechner verwendet wurde.

Weitere Verbesserungen betreffen die virtuelle Tastatur, die bei Eingaben auf Touch-Geräten eingeblendet werden. Das Touch-Keyboard wurde neu gestaltet. Was auch Zeit wurde... Das neue Keyboard ist so gestaltet, dass es auf Wunsch auch komplett nur mit einer Hand zum Tippen von Texten verwendet werden kann. Über den neuen Mikrofon-Button kann jederzeit die Spracherkennung eingeschaltet werden, die auch Tastatur-Kommandos erkennt und entsprechend umsetzt. Wie etwa "Lösche das", womit der aktuell markierte Text gelöscht wird.

Cortana ist auch in der Lage, Suchergebnisse aus dem Web direkt im aufklappenden Cortana-Fenster anzuzeigen, ohne wie bisher immer einen Browser öffnen zu müssen. Dazu wird nach den passenden Suchanfragen das Cortana-Fenster automatisch verbreitert.

Auch Videos, Wetter- und Börseninformationen kann Cortana damit - endlich - direkt anzeigen. Sollte Cortana mal keine passende Antwort wissen, dann wird auch das Cortana-Fenster nicht verbreitert.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, über einen Sprachbefehl an Cortana einen Rechner neu zu starten, auszuschalten, sich abzumelden oder den Rechner zu sperren. Nach dem Sprachkommando "Hey, Cortana, schalte den Rechner ab" kümmert sich also Cortana um das Ausschalten des Rechners, ohne dass man dafür Maus oder Tastatur bemühen muss. Bei einigen der neuen Sprachbefehle fragt Cortana nochmal zur Sicherheit nach, ob der Befehl wirklich ausgeführt werden soll. Der Nutzer muss dies dann mit dem Sprachbefehl "Ja" bestätigen oder mit einem "Nein" ablehnen. Diese Funktion ist aktuell nur in der englischsprachigen Windows-10-Vorabversion verfügbar. Für weitere Sprachversionen wird die Funktion später freigeschaltet.

Windows Update und Boot-Vorgang werden verbessert

Mit der neuen Version verbessert Microsoft auch Windows Update und den Boot-Vorgang nach größeren Windows-10-Updates. Windows 10 kann sich nach solchen größeren Updates automatisch mit den Anmeldeinformationen des Nutzers anmelden und die Installation des Updates inklusive der App-Einrichtungen abschließen. Bisher erschien dann immer der "Hallo"-Bildschirm und der Nutzer musste nach einem Anmelden noch den Abschluss des Updates abwarten.

In den Einstellungen zur Privatsphäre findet sich auch ein neuer Schalter, über den man die Funktion deaktivieren kann.  Es gibt auch zwei neue Kommandozeilen-Optionen für den Neustart des Rechners:

Neue App: Windows Story Remix

Mit Windows Story Remix erhält Windows 10 mit dem Fall Creators Update eine neue App. Dabei handelt es sich um eine Universal Windows App, die künstliche Intelligenz und Deep Learning nutzt, um Fotos und Videos aus unterschiedlichen Plattformen zu organisieren und zu einer Geschichte zusammenzufügen. Die Kreationen können durch die Anwender mit diversen Elementen unterlegt und mit 3D-Objekten angereichert werden. Dabei wird auch die Stifteingabe via Windows Ink unterstützt.

Die künstliche Intelligenz und Deep Learning nutzt Story Remix, um beispielsweise alle Inhalte des Anwenders automatisch zu taggen. So kann der Anwender nach abgebildeten oder gefilmten Personen, Orten oder Gegenständen suchen, um die gefundenen Inhalte dann in seiner Kreation zu verwenden.

Windows Story Remix soll den Anwendern damit neue Möglichkeiten bieten, um Geschichten - auch für Mixed-Reality-Umgebungen - zu erzählen.

iTunes kommt in den Windows Store

Microsoft hat angekündigt, dass gegen Ende des Jahres Apples iTunes auch über den Windows Store erhältlich sein wird. Das dürfte vor allem die Nutzer freuen, die Windows 10 S einsetzen. Unter Windows 10 S sind nur Apps aus dem Windows Store lauffähig. Auch die Office-Anwendungen sind daher im Windows Store vertreten.

Linux-Distributionen wird es übrigens künftig ebenfalls im Windows Store geben. Den Anfang wird Ubuntu machen. Dadurch, so heißt es seitens Microsoft, soll die Installation von Ubuntu erleichtert werden. Zusätzlich befindet sich Microsoft auch in Gesprächen mit Vertretern anderer populärer Linux-Distributionen, wie etwa SUSE Linux und Fedora Linux. Auch die könnten dann also künftig über den Windows Store verbreitet werden.

Timeline: Windows 10 erhält eine Zeitmaschine - aber erst im Frühjahr 2019

Mit Windows 10 Fall Creators Update wollte Microsoft ursprünglich die neue Zeitleisten-Funktion. Die Fertigstellung der Funktion verzögert sich allerdings. Die Funktion soll nun erst mit dem Frühjahrs-Update 2019 erscheinen.

Die neue Zeitleisten-Funktion für Windows 10 wird es den Anwendern ermöglichen, jederzeit zu einem beliebigen Punkt in der Vergangenheit zurückspringen, um dann dort auf den seinerzeit gültigen Zustand von Dateien, Anwendungen oder Websites zuzugreifen. Eine einmal angefangene Tätigkeit kann außerdem auf einem Windows-10-Gerät und einer Anwendung jederzeit unterbrochen und auf einem anderen Gerät fortgesetzt werden. Das funktioniert bei Anwendungen über alle Geräte mit den Betriebssystemen Windows, iOS und Android hinweg.

Windows 10 plattformübergreifend nutzen

Ermöglicht wird Timeline durch Microsoft Graph, einer intelligenten Schnittstelle, die Daten von Kontakten, Gesprächen, Projekten und Inhalten über die Microsoft Cloud in Verbindung setzen kann. Das bedeutet auch: Eine einmal angefangene Tätigkeit auf einem Windows-10-Gerät und einer Anwendung, kann jederzeit unterbrochen und auf einem anderen Gerät fortgesetzt werden. Das funktioniert bei Anwendungen über alle Geräte mit den Betriebssystemen Windows, iOS und Android hinweg. Letztendlich wird es also beispielsweise möglich sein, auf dem iPad in der Word-App ein neues Dokument zu beginnen und dann die Arbeit daran am Desktop-PC in der Word-Applikation exakt an der Stelle fortzusetzen, wo man sie unterbrochen hatte.

Das gilt natürlich auch für Cortana , wenn die persönliche Sprachassistentin auf unterschiedlichen Geräten und Plattformen ausgeführt wird, dann ist Cortana immer auf dem aktuellen Stand der Informationen über den Anwender.

Die in der Zwischenablage abgelegten Inhalte werden ebenfalls über alle Geräte und Gerätetypen hinweg synchronisiert. Eine Möglichkeit wird also sein: Sie fügen aus einer Mail auf dem Desktop-PC einen Text in die Zwischenablage ein und können diesen Text dann auf dem Smartphone aus der Zwischenablage in eine beliebige Anwendung kopieren.


Windows 10: Gratis-Lizenz futsch nach Hardware-Tausch

Besitzer von Windows 7 und Windows 8 hatten bis zum 29. Juli 2016 die Möglichkeit, ihre Lizenz gratis auf Windows 10 upzugraden. Einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul, aber: Wie sieht es eigentlich mit der Gültigkeit dieser "Gratis-Lizenz" genau aus, wenn Hardware-Änderungen am PC durchgeführt werden? Sind solche Änderungen überhaupt erlaubt? Wir haben bei Microsoft nachgehakt. Und das Ganze ist doch etwas komplizierter, als wir zunächst vermuteten.

Wichtig: Es geht hier nur um Anwender, die im Rahmen des Gratis-Upgrade-Angebots innerhalb des ersten Jahres nach dem Windows-10-Start (also bis zum 29. Juli 2016) die Möglichkeit zum kostenlosen Wechsel auf Windows 10 genutzt haben.

Die Grundregeln sind eigentlich ganz einfach. Wer von Windows 7 oder Windows 8 zu Windows 10 gewechselt ist, der hat eine dauerhaft gültige Lizenz für das neue Betriebssystem erhalten. Allerdings gilt diese ausschließlich für den betreffenden Rechner und über dessen "Lebensdauer" hinweg, wie es Microsoft im Vorfeld immer ausgedrückt hat. Die alte Windows-7/8-Lizenz verfällt nicht, sollte aber nicht zeitgleich auf dem gleichen Rechner verwendet werden.

Bei der ersten Installation von Windows 10 wird dazu ein digitaler Fingerabdruck des Rechners erstellt, für den die Aktivierung erfolgt. Sollte später eine Neuinstallation von Windows 10 auf dem gleichen Rechner notwendig werden, dann muss während der Installation kein Produktschlüssel von Windows 10 eingegeben werden. Die Aktivierung von Windows 10 auf dem Rechner erfolgt nach Abschluss der Installation über den besagten digitalen Fingerabdruck.

Verfällt die "Gratis-Lizenz" für Windows 10 nach Hardware-Tausch?

Kompliziert wird es aber, wenn nun Änderungen an der Hardware des Rechners vorgenommen werden müssen, für den der Nutzer eine "Gratis-Lizenz" für Windows 10 erhalten hat. Denn dadurch ändert sich unter Umständen der digitale Fingerabdruck, weil dieser auch Informationen über die Hardware des Rechners enthält.

So erreichte uns kürzlich etwa der Hinweis eines Lesers, dass er die Festplatte nach einem Defekt austauschen musste und nach einer Windows-10-Neuinstallation die Reaktivierung von Windows 10 nicht möglich war. Mehrere Versuche beim Microsoft-Support eine Reaktivierung zu erreichen, schlugen fehl. Dem Leser wurde jedes Mal seitens des Microsoft-Support mitgeteilt, dass er nun eine Windows-10-Lizenz erwerben müsse.

Als Grund wurde dem Leser jedes Mal durch den Microsoft-Support mitgeteilt, dass nach dem Wechsel der Festplatte mit anschließender sauberer Installation von Windows 10 eine neue Hardware-ID vergeben werde, die sich von der bereits hinterlegten Hardware-ID unterscheide. Eine Reaktivierung sei daher nicht möglich und der Leser müsse eine neue Lizenz für Windows 10 erwerben.

Festplatte getauscht, Windows-10-Lizenz weg? Das kann doch nicht sein, oder?

Wir haben bei Microsoft Deutschland nachgehakt, in welchen Fällen des Hardware-Tausches eine Reaktivierung von Windows 10 möglich ist. Dazu erhielten wir folgendes Statement von Microsoft:

Bei Lizenzproblemen bei defekten Hardware-Komponenten wenden sich Kunden an den Microsoft Support, der am besten individuelle Fragestellungen unterstützen kann. Wenn größere Hardware-Komponenten ausgetauscht werden, kann (muss nicht) das System nach einem Key fragen. Beim Upgrade auf Windows 10 behalten Windows 7 oder 8.1 Nutzer ihre vorhandene Lizenz.

Wir haben dann nochmal konkreter nachgefragt und uns dabei gezielter auf den Fall des Lesers bezogen. Also: Ob der Nutzer die "Gratis-Lizenz" für Windows 10 behält, wenn er in seinem Rechner die Festplatte tauschen muss, auf der er ursprünglich Windows 10 installiert hat. Dazu erreichte uns von Microsoft Deutschland dann folgende Stellungnahme:

Kunden mit defekter Hardware mit Windows 10 erhalten die beste Hilfe über den Microsoft Support, da jeder Einzelfall individuell geprüft werden muss.

Daraufhin stellten wir dann die folgenden Fragen: Was ist bei Hardware-Upgrades für Besitzer einer Windows 10 "Gratis-Lizenz" problemlos erlaubt oder nicht erlaubt? Darf RAM hinzugefügt werden? Die Grafikkarte ersetzt werden?

Diese Fragen wollte Microsoft Deutschland nicht beantworten.

Wir gaben nicht auf und stellten zwei neue Fragen, um Klarheit zu schaffen:

Frage 1)  Was ist, wenn jemand eine Vollversion (also Retail) von Windows 7 oder Windows 8 besitzt. Wurde diese Lizenz per Gratis-Update in eine vollwertige Windows 10 Retail-Lizenz umgewandelt? Oder gelten da andere Regeln, als für die Anwender, die im Handel nun eine vollwertige Windows-10-Version erwerben?

Frage 2)  Gleiche Frage nochmal für Besitzer einer Windows 7 oder Windows 8 OEM-Version. Wurde diese Lizenz durch das Gratis-Upgrade zu einer vollwertigen Windows 10 OEM-Version? So als würde ich einen neuen Rechner inklusive Windows 10 darauf kaufen?

Die offizielle Antwort von Microsoft zu beiden Fragen:

Die generelle Aussage ist, dass die Windows Lizenzrechte der unterliegenden Lizenz nach dem kostenlosen Upgrade intakt bleiben.

Also was nun: Ist ein Hardware-Tausch nun erlaubt oder nicht?

Ja!

Wir verstehen die letzte Antwort von Microsoft so, dass nach dem Gratis-Upgrade auf Windows 10 die gleichen Lizenzrechte bestehen, die der Nutzer bereits für seine Windows 7 bzw. Windows 8 Version besaß. Eine OEM-Version ist also gekoppelt an den Rechner und eine Retail-Version darf auch auf unteschiedlichen Rechnern eingesetzt werden.

Hardware-Änderungen sind sowohl bei einer OEM-Version als auch Retail-Version erlaubt. Man kann also problemlos die Festplatte wechseln, eine neue Grafikkarte einbauen, Speicher aufrüsten.

Weitergehende Änderungen, wie ein Mainboard-Tausch, sind aber durchaus problematisch bei einer OEM-Version. Außerdem darf natürlich eine OEM-Version nicht auf einen anderen Rechner übertragen werden. Bei einer Retail-Version von Windows ist dies aber problemlos möglich. Hier können sich PC-Bastler also wie gewohnt austoben. Die einzige Einschränkung, die für eine Retail-Version gilt, ist: Sie darf natürlich nur auf einem Rechner genutzt werden und darf nicht parallel auf mehreren Rechnern installiert werden.

Fazit: Hardware-Tausch ist Ihr gutes Recht

Sollten Sie also per Gratis-Upgrade durch den Wechsel von Windows 7/8 an Windows 10 gelangt sein und Windows 10 verweigert nach einem Hardware-Tausch die Reaktivierung, dann sollten Sie sich an den Microsoft-Support wenden. Sollte dieser ebenfalls die Reaktivierung verweigern, dann können Sie auf diesen Artikel und die hier enthaltenen Aussagen von Microsoft verweisen.

Manchmal lohnt es sich übrigens auch mehrmals den Microsoft-Support zu kontaktieren. Ein anderer Mitarbeiter am Telefon hat vielleicht eine für Sie bessere Lösung parat und zeigt sich kulanter. Generell gilt natürlich immer: Bleiben Sie freundlich und höflich, an der anderen Seite der Leitung sitzt ein Mensch, der Ihnen helfen und Sie nicht ärgern will und sich bei seiner Arbeit an die Regeln hält, die ihm sein Arbeitgeber vorgibt.

Windows 10 für um die 25 Euro statt 279 Euro erhältlich

Bleibt noch festzuhalten: Microsoft bot unserem Leser, der Probleme mit der Reaktivierung von Windows 10 nach dem Austausch der Festplatte hatte, an, den Fall noch einmal genauer durch den Microsoft-Support überprüfen zu lassen.

Das Angebot will der Leser auch annehmen. Um seinen Rechner zwischenzeitlich nutzen zu können, hat der Leser aber auch eine Windows 10 Lizenz für unter 20 Euro erworben, wie sie aktuell beispielsweise bei Rakuten.de oder bei anderen Händlern erhältlich sind.

Das ist immerhin deutlich billiger als die offiziellen Preisen für Windows 10. Der liebt bei der Home-Version immerhin bei 135 Euro und bei Windows 10 Pro gar bei 279 Euro.

Eventuell klappt auch weiterhin der "Trick" mit dem Griff zum Windows 10 Gratis-Upgrade, welches weiterhin kostenlos für Nutzer von Windows mit Hilfstechnologien verfügbar ist. Microsoft bietet dieses Angebot speziell für Menschen mit körperlicher Einschränkung an. Moralisch stellt sich dann aber letztendlich die Frage, ob man nicht lieber um die 25 Euro für Windows 10 ausgibt, als auf dieses Angebot zurückzugreifen.


Windows 10 FCU: Diese Win-10-Funktionen fallen weg

Microsoft wird mit dem Fall Creators Update eine Reihe von Funktionen in Windows 10 entfernen. Ein Überblick.

Die Veröffentlichung des zweiten großen Updates für Windows 10 im Jahr 2017 naht: Voraussichtlich im September wird Windows 10 Fall Creators Update (Codename: Redstone 3) erscheinen. Die neue Windows-10-Version bringt nicht nur viele Neuerungen mit. In einem Support-Beitrag listet Microsoft nun auch alle Funktionen auf, die mit Windows 10 Fall Creators Update gänzlich gestrichen werden oder zumindest nicht mehr aktiv weiterentwickelt und daher in künftigen Versionen entfernt werden könnten.

Bereits mit Windows 10 Fall Creators Update wird unter anderem die 3D Builder App aus Windows 10 entfernt. Die Nutzer werden aufgefordert, stattdessen Print 3D oder Paint 3D zu verwenden. Die 3D-Builder-App wird künftig nicht mehr standardmäßig mit Windows 10 mitinstalliert und ist ausschließlich über den Windows Store erhältlich. Mit der 3D Builder App können 3D-Modelle angezeigt, erfasst und ausgedruckt werden.

Ebenfalls entfernt werden folgende Funktionen und Apps:

Und hier Funktionen bzw. Komponenten, die nicht mehr weiterentwickelt werden und mit künftigen Windows-10-Versionen entfernt werden sollen: